BALVI GmbH

Zentrales Betriebsregister (zBR)

Verschiedene Institutionen im Bereich des behördlichen Verbraucherschutzes halten Betriebsregister vor, um die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen zu können. Die von der jeweiligen Fachanwendung benötigten Stammdaten überschneiden sich in weiten Teilen. Das zentrale Betriebsregister (zBR) dient als Datendrehscheibe für die gemeinsam genutzten Daten der unterschiedlichen IT-Systeme und bildet durch Vereinheitlichung und Normierung der Stammdaten unterschiedlicher Fachverfahren die Basis für Interoperabilität und einen effizienten und verlässlichen Austausch von Fachdaten.

Verbesserungen durch das zBR

  • Erhöhte Interoperabilität zwischen den Institutionen und deren Fachsystemen
  • Effizienter medienbruchfreier Datenaustausch zwischen BALVI iP, TSK, HI-Tier, LIMS, Landwirtschaftsämtern und weiteren. Das zBR bildet damit die Basis für eine erfolgreiche Digitalisierung von Verwaltungsverfahren im Sinne des Onlinezugangsgesetzes.
  • Deutlich verringerter administrativer und technischer Pflegeaufwand gegenüber vielen bilateralen Schnittstellen
  • Valide Stammdaten
  • Synchrone Stammdaten in angeschlossenen Fachanwendungen
  • Komfortable Nutzung der zentralen Dienste (Webservices) durch die angeschlossenen Fachanwendungen
  • Voraussetzung für den effizienten und fehlerarmen Betrieb weiterer Fachschnittstellen

Fachlicher Hintergrund

An der Probenplanung beteiligte Institutionen

Grundkonzept

Jede Institution erfasst in ihrer eigenen Fachanwendung Betriebsdaten in unterschiedlicher Detailtiefe. Im zentralen Betriebsregister werden alle Betriebsdaten gespeichert, die von mehreren Fachanwendungen benötigt und damit zwischen diesen ausgetauscht werden müssen.

Bei Neuanlage oder Änderung von Betriebsdaten in einer Institution werden diese an das zentrale Betriebsregister übermittelt und von dort an die anderen Institutionen weitergeleitet. Bei entsprechender Anbindung der Fachanwendungen erfolgt dieser Abgleich automatisch ohne weitere Aufwände für die Bearbeiter.

Effizientere Kommunikation zwischen den Institutionen

Mit dem zentralen Betriebsregister erhöht sich die Geschwindigkeit der Kommunikation zwischen allen beteiligten Institutionen. Sobald eine Institution Änderungen an den Stammdaten eines Betriebes vornimmt, wird dies auch allen anderen Institutionen per Schnittstelle zum Betriebsregister mitgeteilt. Meldet beispielsweise ein Tierhalter in der kommunalen Überwachungsbehörde eine Änderung seiner Postanschrift, so werden alle Institutionen über entsprechende Meldungen in ihrer eigenen Fachanwendung informiert. Außerdem wird der Änderungsgrund übermittelt, da dieser unter Umständen Folgen für die Verarbeitung in den einzelnen Fachanwendungen hat.

Effizienter Datenaustausch

Aus informationstechnologischer Sicht wird mit dem Betriebsregister nicht nur eine zentrale Stammdaten-Datenbank zur Verfügung gestellt, sondern auch eine zentrale Datendreh-scheibe zum Austausch zwischen verschiedenen Fachanwendungen (BALVI, TSK, HIT, LIMS).

Statt vieler bilateraler Schnittstellen zwischen den einzelnen Fachanwendungen wird nur noch jeweils eine Schnittstelle zum zentralen Betriebsregister benötigt. Der administrative und technische Pflegeaufwand für Schnittstellen wird mit dem zentralen Betriebsregister deutlich verringert.

Erhöhung der Validität der Stammdaten

Ein weiterer Vorteil des zentralen Betriebsregisters ist die fachübergreifende Registrierung. Es wird damit die Eindeutigkeit der Betriebsstammdaten zwischen allen Fachanwendungen hergestellt. Den Betreibern und Betriebsstätten werden im Betriebsregister eindeutige Registriernummern zugeordnet. Diese Registriernummern können dann als primärer Zuordnungsschlüssel für die bilateralen Fachschnittstellen genutzt werden, z.B. für die Übergabe von Tierzahlen, Proben oder Befunden. Die Stammdaten werden innerhalb des Registers auf ihre Plausibilität geprüft, zum Beispiel anhand gültiger Adressverzeichnisse. Außerdem erfolgt bei Neuanlagen eine Prüfung auf Dubletten.

Keine Mehrfacherfassung

Die Erfassung der Betriebsstammdaten erfolgt in der aktuellen Ausbaustufe des zentralen Betriebsregisters ausschließlich in den angeschlossenen Fachanwendungen. Nach der Registrierung von Betreibern und Betriebsstätten im zentralen Betriebsregister durch eine Fachanwendung werden alle angeschlossenen Fachanwendungen automatisch über die Neuanmeldung informiert und die entsprechenden Stammdaten übermittelt. Somit müssen die Daten nicht in jeder einzelnen Fachanwendung manuell erfasst und gepflegt werden.

Technischer Hintergrund

In dem zentralen Betriebsregister wird eine Reihe von unterschiedlichen Diensten bereitgestellt, die es den beteiligten IT-Systemen erlauben, die Daten im zentralen Betriebsregister komfortabel zu nutzen. Die Dienste werden als Webservice angeboten, so dass ein direkter Zugriff aus der laufenden Arbeit der jeweiligen Fachanwendung unterstützt werden kann.

Für die Verarbeitung von größeren Datenmengen werden dateibasierte Upload- und Downloadfunktionen bereitgestellt. Jede Fachanwendung wird über Änderungen von Betriebsstammdaten nicht nur informiert, sondern erhält die geänderten Daten auch per XML-Schnittstelle zum Import. Dadurch wird gewährleistet, dass die Stammdaten des Betriebsregisters und der angeschlossenen Fachanwendungen synchron sind.

Referenzen

Das zentrale Betriebsregister ist derzeit in Thüringen im Produktivbetrieb und in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg in der Einführung.

Dokumente

Kontakt

Sebastian Hasse

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zum zentralen Betriebsregister an die BALVI-Kundenbetreuung:

Kundenbetreuung
Standorte Lübeck/Potsdam
Tel.: 0451 70280-80
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